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Laikas aus den russischen Regionen, gehören zu den ursprünglichsten Rassen, die Merkmale ihrer wilden Vorfahren, der Wölfe, im Aussehen und Verhalten behalten haben. Alle Laikas sind vielseitig begabte Hunde, aber in bestimmten Teilen des Landes wurden sie mehr oder weniger ausgebildet, abhängig von ihrem Gebrauch und dem Klima. Ich stelle nur jene Laika Rassen von Russland vor, welche hauptsächlich für die Jagd benutzt worden sind. Es sind Hunde der russischen Taiga. Laikas, die mit ihren gebürtigen Völkern der polaren Wüsten und Tundrazonen von Europa und Sibirien leben, sie wurden für das Antreiben der Rentierherden und/oder für das Ziehen der Schlitten ausgebildet. Obgleich einige dieser Hunde gute Jagdhunde werden können, ist ihre Jagdfähigkeit geringer als die der richtigen Jagdlaikas aus der Taiga Region. In der russischen Sprache entstand die Bezeichnung „Laika“, sie entsammt von dem Wort „layat“ (russ. lajatj = bellen, Pl. Laiki). Jede Art der Laikas, meldet durch Verbellen.
Seit prähistorischen Zeiten dienten diese Hunde den Naturvölkern als Jagdhund und als Wachhund. In vielen besiedelten und industriellen Regionen Russlands wurden Jagdzüchtungen ausgebildet mit Hängeohren, als Geruchsjagdhunde, Sichtjagdhunde und Vogelhunde, diese ersetzten nach und nach die Laikas und verunreinigten die Laikazucht durch ihr unkontrolliertes Einkreuzen. Einige der ursprünglichen Laikatypen bestehen noch mit ihren Jägern in den entfernten nördlichen und nordöstlichen Provinzen des Landes. Im 20 Jahrhundert, versuchten die Russen einige Jagdlaikas vom Aussterben zu bewahren, in dem die aus verschiedenen geographischen Regionen Russlands Laikas importierten um diese rein zu züchten. In der Zeit von 1930 bis 1940 und nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden 4 reinrassige Züchtungen:

- der Karelo-Finnische Laika
- der Russko-Europäische Laika
- der Westsiberian Laika
- der Ostsiberian Laika

Der Jagdstil aller Laikas ist im Allgemeinen ähnlich. Jedoch hat jede Laika Rasse ihre Vorteile verbunden mit den Anpassungen an die ökologischen Bedingungen und dem bevorzugten Wild ihres Herkunftslandes.
Alle Laika Züchtungen sind sehr sensibel und unterwürfig gegenüber ihrem Herrn.
Sie sind leistungsfähige und vielseitig begabte Jagdhunde. Ihr wolfähnliches Aussehen, ihre Ausdauer bei der Arbeit, ihre starke Gesundheit, ihre Intelligenz und Fähigkeit zu überleben unter rauhesten Bedingungen, haben diese Hunde für viele Jäger und Liebhaber von ursprünglichen Rassen besonders attraktiv gemacht. Um die natürlichen Qualitäten der russischen Laikas zu erhalten, sollten sie unter natürlichen Bedingungen gehalten werden. Der Bestand der Laikas muss mit grosser Sorgfalt für die Fähigkeit zur Jagd ausgewählt werden und selektiert nach Merkmalen um unter härtesten Bedingungen zu überleben.


Der Jakutische Laika wurde im April 2005 in Russland bei der RKF (FCI-Vollmitglied) als Zuchtgruppe registriert und kann damit 2015 als neue Hunderasse FCI anerkannt werden. Er ist ein typischer nordischer Hund vom Urtyp. Die Wurzeln der Rasse liegen in der Kolyma Region Sibiriens.

Die Rasse war bis in die neunziger Jahre vom Aussterben bedroht. Begründet durch Wladimir Djatschkow und Lena Sidorowa konnte die Rasse innerhalb Jakutiens nun erhalten werden. Ein Zuchtpaar wurde durch Erwin van Wel im Jahr 2002 nach Deutschland importiert.

Jakutische Laiki können als Schlittenhund, für Hütearbeit und die Jagd verwendet werden. Der Jakutische Laika wurde in der Antike von den Völkern Jakutiens bei der Jagd auf Säugetiere und Vögel eingesetzt; die Hunde waren ihre unentbehrlichen Helfer. Dies ist ein vielseitiger Hund mit ausgezeichnetem Geruchssinn, Gehör und Vision, starkem Jagdtrieb und Ausdauer.

 

Herkunft und Geschichtliches:

Der Jakutische Laika wurde im April 2005 in Russland bei der RKF (FCI-Vollmitglied) als Zuchtgruppe registriert und kann damit 2015 als neue Hunderasse FCI anerkannt werden. Er ist ein typischer nordischer Hund vom Urtyp. Die Wurzeln der Rasse liegen in der Kolyma Region Sibiriens. Vertreter der Rasse flossen in die durch Leonard Seppala begründete Zucht des Siberian Husky ein. Der Pelzhändler William Goosak hatte 1909 Hunde verschiedener Sibirischer Völker nach Alaska importiert.
Die Rasse war bis in die neunziger Jahre vom Aussterben bedroht. Begründet durch Wladimir Djatschkow und Lena Sidorowa konnte die Rasse innerhalb Jakutiens nun erhalten werden. Ein Zuchtpaar wurde durch Erwin van Wel im Jahr 2002 nach Deutschland importiert.
Jakutische Laikas können als Schlittenhund, für Hütearbeit und die Jagd verwendet werden. Der Jakutische Laika wurde in der Antike von den Völkern Jakutiens bei der Jagd auf Säugetiere und Vögel eingesetzt; die Hunde waren ihre unentbehrlichen Helfer. Dies ist ein vielseitiger Hund mit ausgezeichnetem Geruchssinn, Gehör und Vision, starkem Jagdtrieb und Ausdauer.

Beschreibung:
Der Jakutische Laika ist ein leichter aber kräftiger, gut proportionierter Hund mittlerer Größe mit für das Leben im arktischem Klima entwickeltem Haarkleid. Er ist ein aktiver, flinker, neugieriger Hund mit einem freundlichen und folgsamen Charakter sehr umgänglich und absolut nicht aggressiv. Rüden werden 55-56 cm hoch (Optimum 55 cm). Hündinnen sind 52-55 cm hoch (Optimum 54 cm). Die Körperstruktur ist kräftig, mit gut entwickelten Knochen und Muskeln, etwas länger als hoch. Sein Kopf ist keilförmig, zur Größe des Hundes proportional. Gerundete, genügend hohe Stirn, umfangreich und ein bisschen länger als der Fang, deutlicher Stopp. Die Länge des Fangs misst etwa die Hälfte der Länge des Schädels. Die Lefzen sind gerundet und trocken, geschlossen, Scheren- oder Zangengebiss. Die Augen sind weit, mandelförmig eingesetzt, nicht hervortretend und nicht tiefliegend. Sie dürfen blau, dunkelbraun oder jedes Auge verschiedenfarbig sein. Die Augenlider mit schwarzen oder braunen Lid-Rändern abgesetzt je nach Farbe der Nase. Bei weißen Hunden dürfen die Lid-Ränder mit Unterbrechungen pigmentiert sein. Die Ohren liegen breit an der Basis, dreieckig, beweglich und Stehohr oder Halb-Stehohr, dick und mit dichter Unterwolle behaart. Die Ohren können leicht rückwärts gefalten werden. Das Haar ist dick, mit dichter Unterwolle, glänzend, gerade und dicht. Gute dichte Behaarung an den Beinen; wichtig der Hals/Kragen ist üppig entwickelt. Die Rute ist buschig mit dicken Haaren. Die Farben sind gescheckt in allen Farben schwarz und weiß, grau und weiß, mit roten Flecken und rot und weiß gescheckt. Fehler sind einheitlich schwarz gefärbt, jede einheitliche Färbung außer weiß. Ihr Gangwerk: ist ein Schneller, federnder, aktiver Trab wenn der Hund schnell galoppiert.

Wesen:
Er ist Beutetieren gegenüber aggressiv und dem Menschen weich und sanft zugetan. Jakutische Laiki sind nicht anspruchsvoll und bestehen im harten arktischen Klima des Nordens. Unter den rauhen Bedingungen in Jakutien sind sie ausgezeichnet arbeitende Hunde; sie können in kleinen Gruppen von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang arbeiten. Die Völker des ausgedehnten Territoriums von Jakutien sind seit dem Altertum Rentierhirten und Jäger, und Hunde waren stets ihre unentbehrlichen Helfer. In den polaren Küsten-Regionen wurde der Jakutische Laika vornehmlich als Schlittenhund eingesetzt.

Verwendung:
Sein Hauptverwendungszweck ist vor dem Schlitten und die Jagd.

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Die Karelo-Finnische Laika ist die kleinste Laika Russlands. Schon sehr lange waren kleine rothaarige Spitze beliebte Jagdhunde für die Landarbeiter Polens, Finnlands, Karelia und dem nordwesten Russlands. In der Vergangenheit hat man in Polen und Russland rothaarige Spitze mit Geruchshunden gekreuzt und deren Winterfell zu verbessern. Trotz der verschiedenen eingeführten Züchtungen in die Hauptzuchtlinie dieser Hunde und ihrer Kreuzungen, züchteten einheimische Jäger bis 1930 ihren beliebten kleinen rothaarigen Spitz mehr und mehr zu einem reinsassigen Hund.
Merkmale im Aussehen und der Jagdbegeisterung dieser Hunde kann man heute noch erkennen, in den Mischlingen der einheimischen Strassen und Dörfer im nordwesten Russland.

Herkunft:
Traditionsreiche Zentren der Zucht in Russland waren Petrozavodsk, Moskau und Leningrad. In den Jahren von 1930 bis 1940 züchtete ein staatliche Zuchtstätte nahe Medzvezhyegorsk in Karelien den kleinen rothaaren Spitz rein. Obwohl das Aussehen der Hunde nicht einheitlich perfekt war, konnten diese Zuchtstätte zusammen mit Enthusiasten unter den einheimischen Jägern die Zahl der sich ähnlich sehenden Hunde erhöhen. Während des zweiten Weltkrieges verschwanden viele Hunde. 1951 gab es in Petrozavodsk 24 registrierte Hunde. Der Grossteil der Hunde verfiel der Tollwut. 1953 importierten russische Cynologen Finnen Spitze aus Finnland, zwei männliche Tiere, Bodryi und Sokol, und ein weibliches Tier, Pika. Sie kreuzten diese mit den noch verbleibenden rothaarigen Spitzen, der Olonets Laika und der Karelian Laika, welche im Süden Kareliens und den nördlichen Regionen des europäischen Teil Russlands gefunden wurden. In Leningrad wurden einheimische Hunde zur Zucht eingesetzt, welche ein gutes Jagdverhalten aufweisen konnten, und dem finnischen Spitz sehr ähnlich sahen. Am Beginn der Zucht wurde der Hund als Finno-Karelian Laika bezeichnet, später dann als Karelo-Finnish Laika. In Moskau importierte man Finnische Spitze aus Finnland die ebenfalls zur Zucht eingesetzt wurden. Allein in Moskau gab es 1970 ca. 200 Karelian-Finnische Laikas. Andere Züchter setzten auch den Finnischen Spitz, welcher aus Finnland importiert wurde zur Zucht ein. Voilochnikov und Voilochnikov (1982) räumten ein, das die Karelo-Finnische Laika nah verwand mit dem Finnischen Spitz ist und natürlich ähnlich ist. Jedoch gibt es einige Unterschiede. Unter den Finnischen Spitzen verblieben viele Hunde über Generationen nicht bei Jägern, sie lebten als Showdog und so verlor sich die Jagdfähigkeit in einigen Showlinien. Als Zuchtziel der Karelian-Finnischen Laika wollten die Russen einen wendigen Hund, ausschliesslich zum jagdlichen Einsatz erhalten. Vielseitig, ausdauernd bei der Arbeit unter harten Bedinungen und von der Schönheit des Finnischen Spitzes sollten sie sein.
Tatsächlich ist die Karelo-Finnische Laika eine Schwesterzucht des Finnischen Spitzes. Einige feine Unterschiede schliessen mit ein, dichtere Körperschutzbehaarung, eine breitere Vielfalt der roten Fellfarbe, und das Vorhandensein von weissen Abzeichen auf der Brust vieler Hunde. Der Ansatz und die Krümmung des Schwanzes über dem Rücken ist nicht strikt festgelegt und erlaubt einige Variationen. Dies ist eine gesunde, genetische Vielfalt, die unter den einheimischen Hunden existiert in deren Ursprungsland. Dies ist die kleinste Laika, die in Russland zur Jagd benutzt wird. Rüden sind zwischen 27 cm und 30 cm gross, Hündinnen sind zwischen 25 cm und 28 cm gross. Das Gebäude des Rüden ist nahezu Quadratisch, das der Hündinnen ein wenig feingliedriger.

Fell:
Das Fell der Karelo-Finnischen Laika ist ein doppelter Mantel, gerade rauhe Deckhaare und weiche dicke Unterwolle. Im Vergleich mit dem Finnischen Spitz liegt das Haar der Karelo-Finnischen Laika dichter am Körper. Die Standardfellfarbe ist rot in allen Schattierungen, nur blass Rot ist nicht erwünscht. Das Rot ist in den Ohren, an den Wangen und am Kinn und am unteren Teil der Brust, am Bauch und an den Innenseiten der Beine und auf der Unterseite des Schwanzes heller. Weisse Flecken sind auf der Brust und an der Schwanzspitze erlaubt. Eine weisse längliche Färbung ist auch auf dem Vorderkopf erlaubt. Die weissen Fellflecken können bei der Karelo-Finnischen Laika grösser sein als beim Finnischen Spitz. Schwarze Haarspitzen beim Deckhaar auf dem Rücken und nahe der Schwanzspitze sind ebenfalls erlaubt.

Zucht:
Hündinnen der Karelo-Finnischen Laika werden mit 8 Monaten geschlechtsreif, sie werden 2 mal im Jahr läufig, die Wurfstärke liegt zwischen 1 und 7 Welpen.

Bellen:
Einige Jäger berichten, das die Karelo-Finnische Laika weniger bellt als der Finnische Spitz. Dennoch ist sie die höchst reizbarste russische Laika, die bei jedem geringfühigem Grund bellt.

Verhalten gegenüber Menschen:
Die Karelo-Finnische Laika ist seiner Familie gegenüber ein zugeneigter und freundlicher Hund. Fremden gegenüber ist sie misstrauisch und reserviert. Einige Hunde beschützen ihren Herrn und dessen Eigentum. Sie warnen immer durch Bellen, wenn jemand kommt. Nach Ansicht der Laika Experten und der Besitzer solcher Hunde in Russland, sollten sie mit Geduld behandelt werden, weil sie sehr sensibel auf die Stimmungen ihres Herrn reagieren. Einmal geschlagen, wird der Hund launisch und verweigert sich wenn er gerufen wird. Das kann wenige Tage anhalten andere widerum bleiben ihrem Besitzer auf Dauer misstrauisch.

Verhalten gegenüber Artgenossen:
Die Karelo-Finnische Laika verhält sich auf eigenem Revier, fremden Hunden gegenüber die sich nähern, aggressiv. Sie leben gut im eigenen Rudel mit Welpen und erwachsenen Hunden, sie beginnen auch keinen Kampf mit anderen Hunden die sie weit weg vom eigenen Revier treffen. Dies macht sie zu einem angenehmen Begleiter für Spaziergänge im Stadtpark und anderen öffentlichen Platzen.

Verhalten zu domestizierten und wildlebenden Tieren:
Die Karelo-Finnische Laika ist neugierig und wird Wildtiere vom Welpenalter an als potentielles Wild prüfen. Wächst die Karelo-Finnische Laika auf einem Bauernhof auf, wird sie mit den dort lebenden Tieren friedlich zusammenleben. Die Karelo-Finnische Laika hat ein besonderes Interesse an Hühnern und Eichhörnchen, die gehören zum bevorzugten Wild.

Verwendung:
Die kleine Grösse der Karelo-Finnischen Laika macht es einfach sie im Haus zu halten und zu transportieren. Sie ist ein excellenter Jagdhund für Hühner und Eichhörnchen und andere kleine Wildtiere. Sie eignen sich besonders für die Jagd nach Auerhühnern. Bei der Jagdsuche gallopiert sie die meiste Zeit. Sie bevorzugen frische Fährten. Wie alle Laika Züchtungen ist die Karelo-Finnische Laika wendig und immer bemüht sich an neuem Wild zu versuchen wenn es verlangt wird. Folglich, in Feldversuchen, verbellen sie Wildbären oder attackieren Bären angriffslustig. Jedoch ist es nicht üblich sie für Grosswild einzusetzen. Sie arbeiten sehr eifrig bei Kleinwild und sind konstant fleissig bei Hühnern und Eichhörnchen. Unter diesen Umständen ist es schwierig ihre Aufmerksamkeit auf grösseres Wild zu lenken. Ausserdem ermöglicht es die geringe Grösse, der Karelo-Finnischen Laika, nicht, sich in tiefem Schnee, Sumpf, dichtem hohen Gras oder anderem schwierigem Gelände, schnell genug fortzubewegen. Einige Karelo-Finnische Laika sind widerwillige Schwimmer.
Ihr attraktives Erscheinungsbild und ihr freundliches Temperament macht sie zu einem interessanten Familien Hund. Ausserdem sind sie sehr aufmerksam und ein perfekter natürlicher Wachhund. Hast du einen Finnischen Spitz aus einer guten Jagdlinie, der auch gut jagd, brauchst du keinen Karelo-Finnische Laika. Bist du jedoch nicht zufrieden mit der Jagdleistung deines Finnischen Spitzes, dann versuche eine Karelo-Finnische Laika. Sie ist ein wirklich guter Jagdhund.

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Schon sehr früh, bis ins frühe 20. Jahrhundert waren mittelgrosse kompakte Russo-Europäische Laikas, mit spitzen Schnauzen und Stehohren weit verbreitet, in den Waldzonen der Taiga im nordöstlichen Europa von Finnland und Karelien bis zum Uralgebirge. Ursprünglich hatten sie mehrere verschiedene Fellfarben: schwarz/weiss, wolfsgrau, rot, schwarz/braun, weiss und eine beliebige Farbe mit weissen Flecken. Diese Hunde wurden hauptsächlich zur Jagd aller Arten von Wild benutzt und als Wachhund. In den meisten ihrer ursprünglichen Anwendungsbereiche in zentral Finnland, Polen und zentral Russland wurden sie durch importierte Jagdzüchtungen ersetzt. Durch Geruchsjaddhund, durch Anblickjadghunde und Vogeljagdhunde. Eine verhältnismässig reiner Bestand existierte bis ca. 1930 in den Provinzen Vyatka, Komi, Perm und dem Nord Ural.

Herkunft:
Fossile Überreste von sehr ähnlichen Hunden die in archeologischen Ausgrabunsstätten in zentral und nord Europa gefunden wurden, sind nachweislich über 10000 Jahre alt. Durch Abholzung und betreiben von Landwirtschaft, welche die Jagd ersetze, verringerte sich ihr Verbreitungsgebiet. Mittelgrosse Laikas mit Stehohren blieben jedoch der bevorzugte Jagdhund der Menschen die in den Randbereichen der Taiga und im Nordosten des europäischen Teils Russlands leben. Jedoch wurden nicht alle Laikas zur Jagd eingesetzt. Viele Laikas wurden von den Landarbeitern einfach als Wachhund gehalten. Sie liefen ihr leben lang frei nahe dem Haus, oder hinter dem Zaun im Hinterhof. Im späten 19. und frühem 20. Jahrhundert brachten neue Siedler aus dem Westen und Süden Russlands viele verschiede Hunde mit. Dies war der Hauptgrund für den Verfall des ursprünglichen Laikabestandes, bis hin in die entlegenen Wälder der Taiga. Merkmale der ursprünglichen mittelgrossen Laikas kann man heute noch in den Mischlingen der russischen Dörfer erkennen. Russische Jäger, die nahe oder in den Grossstädten leben, vor allem in Moskau und Leningrad wissen noch von den geforderten Jagdqualitäten der ursprünglichen Laikas aus dem Nordosten Europas. Sie kauften einige dieser Tiere ein und züchteten sie systematisch nahe an den ursprünglichen Typ. Einheimische Laikas von bestimmten unterschiedlichen Typen wurden oft nach dem Namen ihres einheimischen Besitzers benannt, oder nach der geographischen Provinz in der jener ursprüngliche Typ Hund gefunden wurde. Zum Beispiel die Karelian Laika, die Komi Laika, die Zyryan Laika, die Votyak Laika und ie Archangelsk Laika. Trotz der allgmeinen Ähnlichkeit der Hunde, unterscheiden sich die Hunde in bestimmten geographischen Regionen, in den Längen der Schnauzen, in der Grösse der Ohren, in der Feingliedrigkeit und kürze des Gebäudes, in der Fellstruktur und der Fellfarbe.
Vor dem zweiten Weltkrieg, wurden in Leningrad viele kleine und mittlere Laikas von Jägern aufgetrieben die sich ähnlich sahen. Hunde aus dem grossen Gebieten aus Karelien und des Ladoga Sees, von der Region von Archangelsk und Udmurtia waren die Grundlage für die Russo-Europäische Laika. Interessant ist die Tatsache das es am Anfang unter diesen Hunden kaum schwarze und weisse Hunde gab. Laut Voilochnikov und Voilochnikov (1982), gab es 1940 unter den gemeldeteten Hunden für eine Hundeshow, nur 3 schwarz/weisse Hunde. Die übrigen Hunde waren rot, rötlich grau, wolfsgrau. Die besten Hunde aus der Vyatka Provinz und Udmurtia waren wolfsgrau. Während des zweiten Weltkrieges hat sich die Zahl der Laikas in Leningrad dezimiert. Um diese Zucht zu retten haben Jäger aus und der Nähe von Leningrad mit überlebenden Hunden gezüchtet und neue Hunde aus Karelien und der Provinz Arkhangelsk geholt. Der Grossteil der Hunde war wolfsgrau. Zu dieser Zeit wurde jedoch ein neuer Standard akzeptiert und schwarz/weisse Hunde wurden bevorzugt. Die schwarz/weissen Hunde ersetzten sehr schnell die Hunde mit anderen Fellfarben. Bedauerlicherweise, wurden viele sehr gute Hunde aus der Zucht genommen zugunsten der Hunde mit schwarz/weissem Fell. In den 60iger Jahren schliesslich war das Grössenverhältnis von Schwarz/weiss unterschiedlich, es varierte von total schwarz bis total weiss.
Ein weiteres Zentrum der reinrassigen Zucht von der Russo-Europäischen Laika entstand 1944 in der Zuchtstätte der All-Union-Research Institute der Jagdindustrie in der Provinze Kalinin. E.I. Shereshevsky war dort der Leiter des Zuchtprograms der Jagdlaikas. Die Hunde dort wurden in Gehegen gehalten, gut umsorgt und jeder Hund aus dem Bestand wurde ausgiebig auf seine jagdlichen Fähigkeiten getestet, vornehmlich auf Eichhörnchen.In jener Zeit bekam der Name Russo-Europäische Laika seine offizielle Gültigkeit/Anerkennung. Der Stammvater dieser Pedigree Gruppe wurde dort 1946 mit dem Namen Champion-Pootic geboren und dessen Schwester Pomka. Nach Voilochnikov und Voilochnikov (1982) wurde der Champion - Pootik und Pomka aus der Hündin Pityukh-II und einem schwarz weissen Rüden, den „Hanty“ Typen der West Siberian Laikas aus dem Distrikt Pomozda, aus der Komi Republik gezüchtet. Die Hündin wurde wohlbedacht durchschnittlich ausgewählt, im Erscheinungsbild und in Bezug auf ihre jagdlichen Fähigkeiten. Der Vater war ausgezeichnet, vom Erscheinungsbild und den jagdlichen Fähigkeiten. Der Champion - Pootik hatte ein hervorragendes Erscheinungsbild und gewann die Champion Titel in den Hundeschauen in Moskau in den Jahren 1953, 1954 und 1955. Er wurde sehr gut bewertet im Feldversuch für seine Jagdfähigkeiten. Vom Erscheinungbild war Pomka nicht so gut wie der Champion Pootik, jedoch bei der Jadg wurde sehr hoch geschätzt. Shereshevsky, ein beachteter Laikaexperte dieser Zeit, gründete mit jenen Tiere die neue Pedigree Gruppe der Russo-Europäischen Laika. Aus dieser Zuchtverbindung entstanden 40 Welpen. Weitere 40 Welpen entstanden aus der Verbindung Champion - Pootik mit anderen Hündinnen, und aus der Verbindung Pomka mit anderen Rüden. Die Mehrheit der Hunde aus jenen Verbindungen waren hervorragend im Erscheinungsbild und bei der Jagd, und daraus entstanden viele überdurchschnittliche Hunde. Dadurch vererbeten sich die sehr guten Charaktereigenschaften des Champion-Pootik an seine Nachkommen und ein begehrenswerter Typ der Russo-Europäischen Laika festigte sich aus nur ein bis zwei Generationen durch ausgewählte Zucht. Welpen aus jener Zucht wurden unter Jägern und Züchtern in verschiedene Provinzen Russlands verteilt, einige jedoch verblieben in der Zuchtstätte. Weil diese Nachkommen durch Inzucht entstanden sind, bringt Shereshevsky neues Blut in die Zucht mit der Tochter des Champion Pootik und einem nicht verwandten Rüden namens Druzhok. Druzhok wuchs im selben Kennel auf. Druzhok konnte nur zwei Generationen vorweisen aber er war ein sehr guter arttypischer Vertreter und hatte hervoragende Jagdfähigkeiten. Aus der Verbindung Druzhok mit der Tochter des Champion-Pootik und Pomka entstanden ca. 90 Welpen. Viele weitere Hunden erlangte man durch die Zucht mit den Tieren aus der Verbindung Champion-Pootik und Pompka, durch Züchter die ebenfalls Jäger waren.
Shereshevsky beschreibt 1956 den Russo-Europäischen Laika wie folgt:

Das Gebäude ist mager und fest, das Nervensystem ist vom Typ stark und leicht reizbar. Die Schulterhöhe liegt bei 50 - 55 cm. Das Fell ist gut entwickelt mit dicker Unterwolle; die Fellfarbe hauptsächlich schwarz/weiss. Das Gebäude ist gut entwickelt mit einer breiten Brust. Der Kopf und die Bewegung des Schwanzes sind sehr typisch für diese Zucht. Die Hinterläufe sind breit aufgestellt; die Beine sind in ihrer Tätigkeit beweglich und schnell.
Der Jagdreflex ist sehr stark. Rüden wie Hündinnen sind sehr schnell reif. Viele Hunde beginnen selbstständig die Jagd auf Eichhörnchen, Marter und Hühner in einem Alter von 8 bis 10 Monaten. Mehrere durch Champion-Pootik gezeugte Hunde wurden Champions bei der Feldarbeit ehe sie ein Jahr alt wurden. Die Moskauer Gruppe der Russo-Europäischen Laika gründete sich zu einem späteren Zeitpunkt. Sie bestand hauptsächlich von Champion-Pootik abstammenden Hunden. Eine weitere Entwicklung der Russo-Europäischen Laika bezog ein Einkreuzen der Linien der Russo-Europäischen Laika aus Leningrad und Moskau mit ein. Mehr Hunde mit ähnlichem Erscheinungsbild brachte man aus der Provinz Arkhangelsk sie wurden mit Hunden bester Abstammung gezüchtet. Seit 1960 ist die Russo-Europäische Laika als reinrassige Zucht anerkannt.

Aussehen:
Die Russo-Europäische Laika ist ein Jagdhund der Taiga des Nordosten Europas. Ihr Aussehen erfasst Merkmale der ursprünglichen Hunde aus Karelien, Komi, der Provinze Arkhangelsk, Udmurtia und anderen Regionen des europäischen Russlands. Entsprechend dem Zuchtstandard ist die Russo-Europäische Laika ein mittelgrosser Hund mit einem kompakten hageren und starken Gebäude. Rüden haben eine Schulterhöhe von 53 bis 58 cm; Hündinnen haben eine Schulterhöhe von 48 bis 53 cm. Rüden sind an der Schulter ca. 3,5 cm höher als am Kreuzbein, Hündinnen sind an der Schulter ca. 2,5 cm höher als am Kreuzbein oder gleich. Abweichungen der Grösse, wie im Standard angegeben sind Fehler.

Fell:
Die Fellfarbe der Russo-Europäischen Laika ist schwarz mit weissen Flecken verschiedener Grösse; es reicht von komplett schwarz bis komplett weiss.
Grau, gefleckt auf dem Kopf und dichte Flecken an den Beinen der gleichen Farbe wie am Körper sind Mängel. Rot, gefleckt an Körper, Kopf und Beinen und braun gescheckt sind Mängel. Der Standard spezifiziert keine Nuance der Schwarzen Fellfarbe. Wirklich, es gibt glänzend schwarze und matt schwarze Hunde. Das Fell von vielen schwarzen Hunden, die draussen leben wird in der Sonne gebleicht und erreicht eine bräunliche Nuance.

Zucht:
Weibliche Hunde der Russo-Europäischen Laika sind mit 8 Monaten geschlechtsreif und kommen 2 mal pro Jahr in die Hitze. Die Wurfstärke liegt zwischen 5 und 9 Welpen. Die Weibchen sind in der Lage eine Wurfhöhle zu graben und sie sind gute Mütter. Sie behüten ihre Welpen und es gibt welche die sogar Fleisch für ihre Welpen hervorwürgen. Normalerweise braucht es keinen Tierarzt, oder Besitzer zur Unterstützung, sie tun instinktiv das Richtige.

Bellen:
Der Russo-Europäische Laika bellt ständig wenn er einen Grund hat, und diese Zucht hat viele Gründe, weil sie ein reizbares (erregbares) Temperament haben. Ein hartnäckiges Bellen kann ein Anzeichen dafür sein, das ein von einem monotonem Leben eingeschränkter Hund genug hat (gelangweilt ist). Dieser Hund kann sehr lange Bellen, während er ein Eichhörnchen oder einen Marder oder eine Katze wittert, aber dies ist ein wichtiger Teil seines Jagdberufs. Eine Russo-Europäische Laika kann ebenfalls sehr hartnäckig bellen, wenn ein anderer Hund sich zu nah dem Grundstück nähert, oder ein Fremder kommt zu Fuss oder in einem Gefährt. Wenn Sie mehrer dieser Hunde haben und einer von ihnen wird läufig, dann wird der gesamte Kennel sehr laut.

Verhalten gegenüber Menschen:
Die Russo-Europäische Laika ist seinem Besitzer ein sehr zugeneigter und freundlicher Hund. Die meisten dieser Hunde vermeiden es von fremden Personen verhätschelt zu werden, aber es gibt mehr oder weniger freundliche Hunde. Die Hunde bellen bei Fremden und zeigen ein agressives einschüchterndes Verhalten mit gestellten Nacken und Rückenhaaren, aber normalerweise beissen sie nicht.
Welpen müssen bis zum Alter von 8 Wochen mit Menschen sozialisiert sein. Welpen aus einem Wurf können in dieser Phase (diesem Prozess) sehr unterschiedlich sein. Welpen die Hände meiden, müssen öfter verschmust/getäschelt werden, das hilft sie an Menschen zu gewöhnen. Wird eine Russo-Europäische Laika im Alter von 8 Monaten oder später abgegeben, wird sie ihren ersten Besitzer über Jahre nicht vergessen, und kehrt zu ihm zurück bei der ersten sich bietenden Gelegenheit.

Verhalten zu anderen Hunden:
Die Russo-Europäische Laika ist ein terretorialer Hund und zeigt aggressives Verhalten gegenüber nicht zur Familie gehörenden Hunden, wenn diese ihren Platz stören. Hunde des selben Haushaltes arrangieren sich ein einer gewissen Rangordnung und kommen recht gut untereinander aus. Kurz bevor sie ausgewachsen sind, können sogar die Weibchen untereinander kämpfen und in einigen Fällen bleiben sie Feinde fürs Leben. Trotz das die Russo-Europäische Laika sehr leicht in einen Kampf mit einem anderen Hund kommen kann, ist sie nicht geeigent für Hundekämpfe.
Sie kämpfen nur um ihre Probleme zu lösen und der Kampf stoppt erst dann wenn einer der Hunde sich zurückzieht oder sich unterwirft. Ein sehr aggressiver Hund nahe seines Hauses kann es ablehnen sich einem anderen Hund zu nähern, wenn er in eine neue nicht vertraue Umgebung gebracht wird.
Verhalten gegenüber domestizierten und Wild lebenden Tieren:
Alle Russo-Europäische Laikas sind aggressiv zu Raubtieren und sie sind enthusiastische Jäger in Bezug auf Klein und Grosswild. Wie auch immer, ihre Jagdhaltung ist sehr diskriminierend. Sie werden durch den Geruch und das Aussehen der Eichhörnchen stark gereizt, und von Arten der Wieselgattung. Der Geruch von Bär oder Elch reizt ebenfalls und sie folgen der Spur mit der Nase auf dem Boden. In ihrer Geschichte war dieser Hund ein Tier der Landarbeiter und Jäger. Die Einheimischen haben nie zugelassen/toleriert, das sie Tiere des Hofs angreifen. Daher lernt die Russo-Europäische Laika sehr schnell, domestizierte Tiere in Ruhe zu lassen. Jedoch jagen sie nicht zum Hof gehörende Katzen und behandeln sie wie Wild. Geflügel ist sicher, wenn der Hund unterrichtet wurde von Welpe an, dieses in Ruhe zu lassen. Hasen sollten in gut und stabilen Käfigen verschlossen gehalten werden.

Verwendung:
Die Russo-Europäische Laika ist in erster Linie in Jagdhund. Er ist ein sehr gutes Tier und Familienhund und er ist Kindern gegenüber aussergewöhnlich tolerant. Er ist ein grosser Wachhund ohne gefährliche Lasterhaftigkeit gegenüber nicht familiären Menschen. Die Russo-Europäische Laika wird durch das Aussehen anderer Hunde oder Tiere gewarnt/alarmiert. Es ist kein guter Stadthund, weil er seine Freiheit für seine freien Interaktionen in der Umgebung und eine Fülle von Aufgaben/Bewegung um mental und körperlich gesund zu bleiben.
Bei der Jagd auf Kleinwild gehört die Russo-Europäische Laika zu den leistungsfähigsten Hunden. Sie verbellt Elch, Wildschwein oder Bär. In Russland werden die meisten dieser Hunde zur Eichhörnchenjagd, Auerhuhnjagd und gelegentlich zur Marderjagd verwendet. Selbst in den USA bewiesen sie sich als ausgezeichnete Jäger für Eichhörnchen und Waschbären.
Die Russo-Europäische Laika ist ein excellenter Begleiter für Wandertouren. Jemand der mit ihr wandert sollte wissen das sie ein sehr terretorialer Hund ist der einen fremden Hund angreifen könnte, der sich dem Zelt nähert. Ausserdem wird dieser Hunde niemals eine Gelegenheit auslassen ein Eichhörnchen auf den Baum zu jagen, oder lang bellend hinter anderem Wild hinterherzulaufen. Die Russo-Europäische Laika ist im Wald, wo Bären präsent sind, sehr selbstsicher. Wenn der Hund einen Bär entdeckt, wird er ihn laut bellend angreifen um sich selbst zu verteidigen. Das verschafft dir genug Zeit dich aus der Gefahrenzone zu begeben und nach ein paar Minuten holt dich dein Hund wieder ein. Die Russo-Europäische Laika kann an öffentlichen Plätzen in Programmen zur Bärenvertreibung eingesetzt werden. Der Hund kann diese Arbeit nur frei verrichten. Angekettet oder angeleint, wird er sehr leicht vom Bär gebissen, da er sich nicht gegen die Angriffe des Bären verteidigen/entziehen kann.

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Leicht gebaute und schnelle West Siberian Laikas von Voguls (Mansi Leute) waren wohl bekannt unter den russischen Jägern. Alte russische Fürsten benutzten grosse langbeinige Laikas vor der Invasion der Tataro-Mongolen. Ähnliche Hunde nutzten die Ureinwohner und die Russen des Urals und Westsibiriens lange Zeit bevor sie als Reinzucht unter dem Namen Westsiberian Laika registriert wurden.

Herkunft:
Die Westsiberian Laika entstand durch ausgewählte Exemplare der urtümlichen Hunde von Mansi (Voguls) und Handy (Ostyak). Die Hunde von Mansi und Handy zogen die russischen Jäger an, aufgrund ihrer aussergewöhnlichen Jagdeigenschaften, Grösse, Stärke, Ausdauer und ihrer ausserordentlichen Schönheit. Von 1920 bis 1930 holten Jäger aus Sverdlovsk (Ekaterinburg), Moskau und einigen anderen Städten diese Hunde vom Nordural und aus der Region des Ob Flusses. Sie züchteten sie rein und vermieden Kreuzungen mit Laikas aus Karelien, Zyryan und anderen Typen. Am Anfang wurden zwei Gruppen der Westsiberian Laika gebildet. Die erste, entstand von einem Mann Namens Grozny in Sverdlovsk. Grozny wurde 1930 geboren. Er brachte viele hervorragende Hunde hervor, die an individuelle Jäger und an Regierungskennels abgegeben wurden. Die Sverdlovsk Gruppe der reingezüchteten West Siberian Laika verblieb sehr einflussreich vor und nach dem zweiten Weltkrieg. Die zweite Gruppe reingezüchteter West Siberian Laikas entstand in der Periode von 1920 bis 1930 in Moskau. Ein männliches Tier namens Mishka, geboren 1924 von den Hunden Obdorsk. Andere wichtige Hunde der West Siberian Laika aus Moskau waren die Rüden Ulf und Ural, die Hündin Damka und einige andere Hunde. In 1944 in Moskau, gab es viele ausgezeichnete West Siberian Laikas, die hervoragensten wiederum gehörten I. I. Vakhrushev.
Hunde aus seiner Zucht wurden wichtig für die Bildung der Zucht im gesamten Russland. Linien von diesen Hunden können in den Stammbäumen von vielen West Siberian Laikas nachverfolgt werden. Von Zeit zu Zeit wurden neue Hunde ohne Stammbaum, die das typische Aussehen hatten von entfernten Regionen geholt und zur Zucht verwendet. In den 40iger und 50iger Jahren, spielten die Regierungs Kennels eine grosse Rolle in der Entstehung der West Siberian Laika als Reinzucht. Andere Gruppen der reingezüchteten West Siberian Laika entstanden in Gorky (Nizhny Novgorod), Perm und Novosibirsk. Während dieser Periode, hielt E. I. Shereshevsky die wichtigsten Hunde und setzte sie zur Zucht ein. Er war der Leiter eines Teams, eines Regierungs Kennels vom All-Union Forschungsinstitut für Jagd-Industrie. 1944 wurde eine Hündin namens Pandy und ein Hund namens Borka aus der Khanty-Mansi National Provinz geholt. Diese Hunde waren nicht verwandt, aber sie hatten die typischen Merkmale der ursprünglichen West Siberian Laika. Sie produzierten einige Welpen die zu hervoragenden Jagdhunden heranwuchsen. Unter ihnen wurde Champion - Ayan als Bester ausgewählt. Dieser Rüde wurde auf dem Feld und in der Hundeausstellung 1953 und 1954 sehr hoch plaziert. Tayozhny war ein anderer, nicht plazierter Rüde aus der Zucht mit Panda. Der Champion - Ayan, wurde mit einigen nicht verwandten Hündinnen zusammengebracht und hat über 60 hervoragende Welpen produziert. In diesem Kennel wurde es auf eine Gesamtzahl von etwa 400 Welpen gebracht, inklusive der Ersten, der Zweiten, der Dritten und Vierten Generation. Die meisten dieser Welpen wurde unter einzelnen Jägern aus verschiedenen Provinzen Russlands aufgeteilt um den qualitativ guten Genpool der West Siberian Laika zu erweitern. Shereshevsky beschreibt seine West Siberian Laika wie folgt:
Kräftiger Körperbau, mit ausgeglichenem Temperament, aktiv und aufmerksam, Schulterhöhe von 55 - 60 cm, der Deckmantel ist gut entwickelt, mit dicker Unterwolle. Der Körper ist gut entwickelt, mit tiefer und langer Brust. Der Kopf ist sehr typisch für diese Zucht. Die Fellfarbe ist überwiegend Grau mit Weiß, rein Weiss und mit Punkten. Das Aussehen der Hunde von Borka-Pandy (strain) der West Siberian Laika ist charakterisiert von der sogenannten "zverovatost"(einem wolfsähnlichem Aussehen), einem besonders ursprünglichem Aussehen zu ihren wilden Vorfahren, was für die Laikas generell charakterisierend ist. Der Jagdreflex ist extrem stark entwickelt. Die Hunde sind geeignet zur Arbeit am Auerhuhn und am Grosswild. Durchschnittlich vier bis fünf Welpen pro Wurf charakterisieren die Fertilität dieser Gruppe. Die Mehrheit kommt einmal pro Jahr in die Hitze. Die West Siberian Laika beinhaltet beide Gruppen, den Typ Mansi Laika und die Hanty Laika. Es gibt West Siberian Laikas mit einem langen schmalen Kopf, langer Schnauze und rassig gebildet, und es gibt West Siberian Laikas mit kürzerer Schnauze, breiterem Hinterkopf und einem kompakten stämmigen Körper. Die Verwendung beider Typen hilft eine gesunde genetische Verschiedenartigkeit innerhalb der Zucht beizubehalten. Die Frage ist, wie in eine Zucht, zwei geringfühig verschiedene Standards getragen werden können? Es war möglich, weil mit Sorgfalt die Auswahl der Hunde für die Zucht erfolgte, basierend auf die geprüfte Jagdfähigkeit als auch auf die Anpassung. Der Bestand der zur Zucht verwendeten Hunde wurde unter wenigen besonderen Züchtern aufgeteilt und so konnte ein Champion nicht zu viele Welpen zeugen. Trotz einer gewissen Vielfalt innerhalb der Zucht, ist der "wild" Typ der West Siberian Laika natürlich konstant, weil die Mehrheit der "wilden" Merkmale dominiert. Seit den frühen Anfängen, basierte der Zuchtbestand der West Siberian Laika auf viele Hunde ohne Bezug untereinander mit bemerkenswert ähnlichem Aussehen und die Zucht festigte sich schnell zu einer Zucht als gut erkennbarer, meist "wild" Typ der Jagd Laika Russlands.
Um 1960 gehörte die West Siberian Laika zu den populärsten Jagdhunden der frühen Soviet Union. Diese Zucht zog viele Hundeliebhaber an, nicht nur deshalb weil er ein excellenter Jagdhund war, sondern auch, aufgrund seines ausgeglichenen Temperamentes und seiner unverfälschten wilden Schönheit. Russische Experten der Jagdlaika bevorzugten grössere Hunde, weil sie beabsichtigten die Zucht unter rauhen Umständen und in schwierigem Gelände der wilden Taiga Wälder einzusetzen. Dies ergab eine Zunahme der Grösse, einige Hunde waren ca 62 - 63 cm an der Schulter und einige Rüden waren bis zu 68 cm gross. Zu grosse Hunde verlieren ihre Beweglichkeit, die nötig ist Wildtiere zu überlisten, wie Wildschwein, Elch oder Bär während der Jagd. Obgleich sich die Zucht wieder zu kleineren Hunden entwickelte, blieb sie grösser als die ursprünglichen Hunde von Mansi und Hanty. Ausserdem, hatten einige russische Laika Liebhaber, die keinen Wert auf die Jagdfähigkeit ihrer Hunde legten, Erfolg auf Hundeausstellungen. Wie auch immer, dieser Trend war gestoppt, eine neue Richtlinie für alle Hunde, war zustimmungspflichtig und hatte bei offiziell organisierten Feldversuchen eingestuft, als geltend eingeführt zu werden. Nur als zufriedenstellend eingestufte Hunde, wurden akzeptiert zugelassen für die Zucht registriert.

Aussehen:
Als sich die Zucht der West Siberian Laika etablierte als Reinzucht, waren beide Typen in Verwendung, Mansi Laika und Hanty Laika. Beide hatten die gleiche Grösse, die gleichen Jagdgewohnheiten und Varianten der Mantelfarbe, aber mit einigen geringfügigen Unterschieden. Rüden sind 48 bis 50 cm und Weibchen 45 bis 48 cm gross. Beide Laikas haben einen etwas schlanken nahezu quadratischen Körper. Die Mansi Laika ist leichter mit einer schmaleren Brust und längeren Beinen. Der Kopf ist schmäler mit einer längeren Schnauze und auch die Ohren sind länger. Die Hanty Laika ist (stockier) gebaut und etwas feingliedriger. Der Kopf ist breiter und die Schnauze ist etwas kürzer. Die Ohren sind klein und sitzen etwas weiter auseinander. Der Kragen längerer Haare um das Gesicht, am Nacken und an den Schultern ist stärker entwickelt als bei der Mansi Laika.
Eine ähnlich aussehende Laika ist die Uralian Laika. Dieser Hund hat Eigenschaften zwischen denen der der Manis, Hanty und Zyryan. Die Uralian Laika wurde ebenfalls in der Entwicklung der modernen West Siberian Laika verwendet bis heute, sie existiert nicht mehr.

Fell:
Das Fell der West Siberian Laika ist ein doppelter Mantel aus harschem, rauhen geraden Deckhaaren und dichter weicher Unterwolle. Die Deckhaare im Nacken, rund um den Kopf und an den Schultern sind partiell länger und steif und zusammen mit der sehr dicken Unterwolle bilden sie einen Kragen um das Gesicht des Hundes. Am Schwanz sind die Deckhaare und die Unterwolle ebenfalls länger als am Rest des Körpers. Im Winter, wachsen bei Hunden die in sehr kalten klimatischen Regionen leben, Haare zwischen den Zehen. Ebenso variiert die Qualität des Mantels, Hunde die in kälteren klimatischen Regionen leben haben einen längeren und dickeren Mantel, als Hunde die in warmen und heissen klimatischen Regionen, oder die meiste Zeit im Haus leben. Die meist verbreiteten Fellfarben sind wolfsgrau, rot und Rotschattierungen, schwarz und weiss. Graue Fellfarbe kann eine Schattierung von fast weiss bis dunkel grau haben. Das Grau kann mit Rot versetzt einen bräunlichen roten Farbton produzieren. Schwarze Mäntel kombiniert mit schwarz und weiss oder braun mit rot ist bei den Hunden weit verbreitet. Jede Mantelfarbe mit weissen Flecken in verschiedenen Proportionen ist vertreten unter den ursprünglichen Hunden und ist im Zuchtstandard erlaubt. Blass rote und weisse Hunde haben eine braune Nase.

Zucht:
Die Mehrheit der Weibchen der West Siberian Laika hat einen Östrus pro Jahr, normalerweise im Februar-März. Einige der Weibchen haben ihren ersten Östrus nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Die erste Läufigkeit kann in einem Alter von 1 bis 2,5 Jahren sein. Russische Experten nehmen keine Laika zur Zucht ehe sie nicht wenigstens 2 Jahre alt ist. Die Wurfstärke variiert von 1 bis 9 Welpen, 3 bis 7 sind die Norm. Weibchen der West Siberian Laika sind gute Mütter und wenn die Bedingungen es erlauben, graben sie ihre eigene Wurfhöhle und sie gebären und ziehen die Welpen ohne Hilfe gross, so bald wie Nahrung vorhanden ist.

Verhalten gegenüber dem Menschen:
Die West Siberian Laika ist ihrem Herrn gegenüber sehr treu und zugeneigt. Die Mehrheit dieser Hunde verbellt Hunde Fremde die sich dem Haus nähern. Das Verhalten zu nicht Familienmitgliedern ist sehr unterschiedlich und ist abhängig von der Situation. Einige Hunde bellen zuerst, wedeln dann mit dem Schwanz um den Gast zu begrüssen, sie lassen sich streicheln. Viele West Siberian Laikas sind reserviert gegenüber Fremden, meiden Hände und beobachten ihn verdächtig. Einige Hunde werden zum Beschützer ihres Herrn, seiner Familie und deren Hab und Gut. Es gibt viele West Siberian Laikas welche einen neuen Besitzer nur schwer akzeptieren und sie brauchen Zeit sich an einen neuen Platz zu gewöhnen.

Verhalten gegenüber anderen Hunden:
West Siberian Laikas beginnen schon sehr früh als Welpe mit spielerischen Kämpfen. Im Alter von 8 Wochen ist die Hirarchie unter den Geschwistern noch nicht ausgemacht, doch die Kämpfe werden weniger. Ein Kampf kann jederzeit entfachen weil einige Welpen einen dominanten herausfordern. Während des Erwachsenenlebens, jüngere Hunde, vor allem bei Rüden kann es vorkommen, das sie einen älteren herausfordern und versuchen ihre Probleme durch Kämpfe zu regeln. Normalerweise, leben Hunde, die in einem Haushalt leben und zusammen von Welpen an aufgewachsen sind in Frieden miteinander.
Wie auch immer, Freundschaften zwischen Rüden die als Erwachsene zustande kommen, können ein Lebenlang angespannt bleiben. Es gibt viele Gründe für einen Kampf, aber die West Siberian Laika kämpft nicht aus Spass, oder um einen anderen zu töten. Diese Hunde kämpfen sicher immer aus einem Grund. Zum Beispiel verteidigit ein junger Hund sein Terretorium wenn sich widerwillig einem anderen Haus, in welchem ein älterer Hund lebt nähert. Wie auch immer, können häufig besuchte Platze mit dem Herrn auch beschützt werden, wie sein oder ihr eigener. Grund für Kämpfe unter Hunden im selben Haushalt kann ein Spielzeug sein, Futter, eine Hündin in der Hitze, etc. .. Die West Siberian Laika ist ein guter Kämpfer, aber sie ist kein Hund für Hundekämpfe, da sie keinen Trieb hat, einen anderen Hund zu töten, diesem Hund ist es wichtig,die Herrschaft über etwas klarzustellen oder etwas wichtiges zu verteidigen.

Verhalten gegenüber domestizierten und Wild lebenden Tieren:
West Siberian Laikas die Mansi und Handy angehören, leben oft in einem geschlosssenen Verband einer Rentierherde, die sie nicht attackieren oder töten. In russischen Städten und Dörfern sind Laikas gut abgerichtet Hoftiere zu ignorieren, wie zum Beispiel Kühe, Kälber, Schweine, Ziegen und Schafe. Kleinere Tiere wie Katzen, Kaninchen und Geflügel reizen sie. Laikas lernen jedoch hauseigene Katzen und Geflügel zu ignorieren. Kaninchen sollten in kräftigen und stabilen Käfigen verschlossen gehalten werden. West Siberian Laikas können es lernen keine Hühner zu töten, aber die zuverlässigsten Hunde können an einem neuen Platz sich bös verändern. Bei Kleintieren sie vom Töten zu hemmen(abzuhalten) funktioniert, aber die guten Resultatet die in einer Situation erreicht wurden sollten keine Garantie für eine neue Situation sein. Die West Siberian Laika ist sehr neugierig auf Tiere, Wildtiere oder nicht, und alle Hunde haben einen starken Jagdtrieb. Meine eigenen Beobachtungen widerlegen die weitläufige Meinung, das ein Jagdhund dazu neigt, alle Arten von Tieren zu töten.
Das Jagdverhalten der West Siberian Laika ist wildspezifisch und es geschieht eher dazu, den Jäger zu befriedigen, als das sich der Hund den Wunsch eines schnelles Mahl erfüllt

Verwendung:
Der West Siberian Laika ist hauptsächlich ein Jagdhund. Jeder, der sich für einen Welpen solch einer Zucht entscheidet, sollte das volle Paket der typischen Merkmale eines Jagdspitzes erwarten. Es ist ein sensibler Hund, der das Verhalten und die Stimmung seines Herrn sehr beobachtet und dessen Absichten oft voraussehen kann. Er zögert nicht seine starken Gefühle durch bellen und andere Geräusche auszudrücken. Die West Siberian Laika liebt und braucht Freiheit für seine körperliche Aktivitäten, er braucht ebenso die Nähe zu seinem Herrn und dessen Familie. Einige Hunde geniessen es in ruhigen Stunden einfach nur in der Nähe zu liegen und die Umgebung zu beobachten. Während dieser Zeit ist er aufmerksam und bewachend. Wird die West Siberian Laika zur Jagd eingesetzt, hat sie ein immenses Potential um ein glücklicher Hund zu sein, aber seine Zufriedenheit ist nicht komplett, wenn er kein in der Familie nicht favorisiert/geliebt ist. Die West Siberian Laika ist kein Kennel Hund. Wird die West Siberian Laika allein gelassen, eingesperrt in einem kleinen Hinterhof oder Gehege, entwickeln einige Hunde eine Angewohnheit scheinbar ohne Zweck/Grund zu bellen. Permanent eingesperrte oder in Gehegen gehaltene West Siberian Laikas versuchen sich unter dem Zaun durchzugraben oder darüber zu klettern. Einige Hunde die nicht daran gewöhnt wurden allein zu bleiben versuchen die Leitungen, den Zaun durchzubeissen und beschädigen ihre Zähne. Einmal entlaufen/befreit, ist solch ein Hund schwer unter Kontrolle zu halten. Er wird sich weit entfernen, andere Tiere jagend und kommt wahrscheinlich in Schwierigkeiten. Eine West Siberian Laika, die gut trainiert ist, regelmässig zur Jagd eingesetzt wird und in Kontakt mit andern Hunden, Tieren und Menschen steht, ist folgsam und wird niemals ohne Grund bellen. Daher sollten Vorkehrungen getroffen werden, Bedingungen geschaffen werden für die Jagd und feste Zeiten für den Hund, damit der Hund und der Besitzer glücklich werden.
Alle West Siberian Laikas haben einen natürlichen Schutztrieb gegenüber Wildtieren; im besonderen gegenüber Fleischfressern und einige Hunde haben einen Schutztrieb gegenüber Fremden sie attackieren verdächtig und heftig. Eine West Siberian Laika ist ein guter Begleiter für Wandertouren. Wie auch immer, sein außerordentliches Interesse zur Wildnis verlangt besondere Aufmerksamkeit, weil der Hund jederzeit Wild aufstöbern und für längere Zeit nachhaltig jagen/verfolgen kann. Mansi, Hanty und Russen nutzen die selben Hunde für die Jagd und als Wachhund. Einige West Siberian Laikas sind gute Hunde für die Arbeit mit Rentierherden. Bei er Jagd ist er eifriger als im Training oder während aller anderen Aktivitäten.
Einen Mansi kümmert es nicht seine Rentierherde für eine Zeit zu verlassen, falls seine Laika ein wertvolleres Wild findet. Mansi und Hanty benutzen Rentiere, in einigen Fällen auch Pferde als Zugtiere. Ein guter Jagdhund wird niemals als Zughund vor dem Schlitten verwendet. Es wäre als wenn du ein wertvolles Schwert zum Holzhacken verwenden würdest.
Wenn sie Hunde zum Ziehen der Schlitten benötigen, nutzen sie andere freundliche, stärker und grösser gebaute Laikas, die sie Schlittenlaikas nennen. Dies wird hauptsächlich in der polaren Tundra praktiziert, in der das Ren nichts zu fressen hat.

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Es gibt keine klare Grenze auf der Karte welche die Verbreitung der West und Ost Siberian Laika markiert. Wir können nur über lokal vorherrschende Typen der Hunde sprechen. Tatsächlich wurden Hunde die denen von Mansi und Hanty ähnlich sind bei Einheimischen gefunden, welche weit verstreut in Ostsibirien leben. Ostsibirien ist ein weites Land und in seinen Territorien werden viele Typen der ursprünglichen Hunde zum Schlittenziehen genutzt, zum Jagen und zur Arbeit mit den Rentierherden, oder auch eine Kombination von allen diesen Arbeiten. Östlich des Baikalsees und noch weiter in den fernen Osten Russlands, am Amur Fluss und im Maritime Territorium werden grosse und starke Laikas zur Jagd auf dort lebene Tiere verwendet. Diese Hunde hoben sich als Reinzucht der Ost Siberian Laika hervor.

Herkunft:
Die Ost Siberian Laika stammt von Hunden aus der Baikalsee Region, aus der Region Irkutsk, und aus dem Evenki Nationalterritorium, dem Flussgebiet des Amurs und dem Maritime Territorium. In Ostsibirien sind jungsteinzeitliche Fossilien von Hunden bekannt. Durch das spitzähnliche Aussehen der einheimischen Hunde, scheint es am wahrscheinlichsten das sie von Stämmen die vom Westen übersiedelten mitgebracht wurden. Übersiedlungen aus der Mongolei und aus China sind ebenfalls aufgetreten, und dies ist vermutlich eine Erklärung bestimmter Merkmale chinesischer und japanischer Hunde unter den urtümlichen Laikas welche in den niederem Flussgebiet des Amurs und Vladivostok leben. Laikas aus diesen Bereichen Ostsibiriens sind ziemlich unterschiedlich in der Grösse, den Kopfproportionen, der Grösse der Ohren und der Form und der Haltung des Schwanzes. Einige dieser Variationen gelten in Ostsibirien nach wie vor als reinrassig.
Ein Naturbiologe, K.G. Abramow ernannte den ersten Zuchtstandard der Ost Siberian Laika. Er basierte auf dem vorherrschenden Typ der Laika aus der Amur Region, welche zur Jagd und zum Schlitten ziehen eingesetzt wurde.
Hervorhebend ist der langgliedrige Körper, die kräftigen Beine und der grobe Kopf mit einer kräftigen Schnauze. Dieser Standard ist bis in die 60iger erhalten geblieben. Jedoch gab es viele grosse, aber leicht gebaute nahezu quadratische Hunde in Ostsibirien, welche ausschliesslich zur Jagd verwendet wurden. Beide Typen wurde gekreuzt, dadurch brachte es einen breitere Vielfalt des neu etablierten Zuchtbestandes. In den 70iger Jahren verschwanden die reinen Typen der ursprünglichen Laika aus den grossen Städten Ostsibiriens hin zum Fluss Amur.
Dann entwickelte sich in Regierungskennels in Irkutsk eine systematische Zucht der Ost Siberian Laika mit registrierten Papieren. Auch in Leningrad wurde zu dieser Zeit die Ost Siberian Laika reingezüchtet. In 1979, nach Voilochnikov und Voilochnikov(1982), waren in den Zuchtbüchern der russischen Jagdhunde 39 Ost Siberian Laikas verzeichnet. Im Irkutsk Kennel waren Julbars und Bulka die Hauptzuchtrüden. Julbars wurde im Bezirk Kachug, in der Provinz Irkutsk gekauft. Er war ein grosser Hund. Seine Mantelfarbe war schwarz mit rötlichem Schatten und weissem "sable" Muster. Sein Kopf war grob, mit einer massigen Schnauze etwas kürzer als der Schädel. Bulka wurde aus der Evenki National Province gebracht. Er war ebenso gross und kraftvoll wie es Julbars war. Seine Mantelfarbe war schwarz/weiss. seine Schnauze war kurz und massig, der Kopf war oben runder und die Ohren waren klein. In Leningrad war die Mehrheit der Ost Siberian Laika anders. Diese Hunde waren leicht gebaut, mit schlankem Kopf und mit einer langen keilförmigen Schnauze ähnlich der West Siberian Laika. Tatsächlich wurden beide Laika Typen im Zuchtprogramm der Ost Siberian Laika verwendet, mit dem Resultat das einige Varianten dieser Zucht bis heute bestehen. Dies mag ein Thema sein für einen ShowDog orientierten Züchter, aber es ist vorteilhaft für die genetische Gesundheit der Zucht.

Aussehen:
Die Ost Siberian Laika ist ein grosser und starker Hund, zur Jagd und zum Ziehen von Schlitten fähig. Er ist die grösste russische Laika die zur Jagd eingesetzt wird. Rüden sind 55 - 66 cm gross, gemessen an der Schulter; Hündinnen sind 53 - 60 cm gross, gemessen an der Schulter. Der Zuchtstandard schreibt vor, das Rüden am Kreuzbein um 1,5 bis 2,5 cm niedriger sind als an der Schulter, bei Hündinnen 1,5 cm.

Fell:
Der Mantel ist mittellang und doppelt, mit geradem, rauen Deckhaar und weicher dichter Unterwolle. Am Nacken, an der Schulter und um den Kopf sind die Haare länger, sie formen einen Kragen der bei den Rüden besonders ausgebildet ist. An den Pfoten zwischen den Zehen bilden die Haare eine Bürste. Am Schwanz sind die Haare länger, besonders auf der Unterseite, jedoch ohne Federbildung. Die Fellfarben sind schwarz und weiss, reinschwarz, grau, rot und braun in jeglichen Schattierungen. Der Zuchtstandard bevorzugt "sable" schwarz mit symetrischen weissen Muster auf dem Kopf, Nacken, der Brust, und den Senken (Seiten) des Körpers und den Innenseiten der Beine und des Schwanzes. Flecken auf den Beinen der selben Farbe wie am Körper sind erlaubt.

Zucht:
Reinrassige Hündinnen der Ost Siberian Laika kommen einmal pro Jahr in die Hitze, normalerweise zwischen Januar bis März. Einige Hündinnen können jederzeit in die Hitze kommen, jedoch nur einmal pro Jahr. Rüden und Hündinnen sind geschlechtsreif ab einem Alter von 1,5 bis 2 Jahren.
Die Ost Siberian Laika ist von Jägern für Jäger gezüchtet. Nun ist sie eine der besten Jagdhunde für Gross und Kleinwild in Russland. In Russland sind Jagdhunde nur auf Ausstellungen zugelassen wenn sie sich im Feld bewährt haben. Dies ist hilfreich um jagdfähigere Hunde in die Zuchtpopulation zu involvieren. Tatsächlich ist die Ost Siberian Laika ein durchweg besserer Jagdhund als viele urtümlichen Hunde, wie sie noch in Ostsibirien existieren, weil sie ausschliesslich für die Jagd selektiert wurden.

Verhalten gegenüber Menschen:
Die Ost Siberian Laika ist nicht aggressiv gegenüber Menschen, aber sie ist ein guter Wachhund. Einige Hunde, wenn sie bestärkt werden entwickeln einen Schutztrieb gegen menschliche Eindringlinge. Die Ost Siberian Laika ist die ruhigste und ausgeglichenste Laika Russlands.

Verhalten gegenüber anderen Hunden:
Die Ost Siberian Laika hat einen starke ausgeprägten Territorialanspruch. Sie kann einem fremden Hund gleichen Geschlechts, welcher sich seinem Territorium nähert mit aggressiven Verhalten gegenübertreten. Ein Hund der aggressiv im eigenen Besitz ist wird unter Umständen nur zögernd andere Plätze aufsuchen wo andere aggressive Hunde leben. Die Ost Siberian Laika ist ein starker und talentierter Kämpfer, aber sie sind keine Kampfhunde, sie kämpfen nur um ihre Probleme zu lösen, nicht zum Sport oder um andere Hunde zu töten. Zum Beispiel kann ein territoriales Problem einen Kampf auslösen, ein potenzieller Paarungsrivale, Futter, ein Rangordnungsproblem etc.

Verhalten gegenüber domestizierten und Wildtieren:
Die Ost Siberian Laika ist von Natur aus ein Jagdhund und sehr aggressiv gegenüber allen grossen Raubtieren. Er lässt sich leicht erziehen die Hoftiere und Haustiere in Frieden zu lassen. Doch wie bei vielen Jagdhunden reizen ihn Kaninchen und Katzen. Katzen des gleichen Haushaltes werden leicht akzeptiert und in Ruhe gelassen, aber fremde Katzen die sich dem Grundstück nähern werden gejagt und wie Wild behandelt. Kaninchen sollten in festen, stabilen Käfigen, eingezäunt oder im verschlossenen Stall, vor dem Hund geschützt gehalten werden.

Verwendung:
Die Ost Siberian Laika ist ein Jagdhund mit starkem natürlichem Instinkt für die Jagd von Gross und Kleinwild. In Russland werden sie für diverse Wildtiere eingesetzt, Eichhörnchen, Marter und Zobel, Elch, Wildschwein und Bär. In der Jagdsuche ist ein typischer Gang ein Trap der mit einem Galopp wechselt. Die Stärke und Ausdauer dieser Hunde lässt sie schnell arbeiten in tiefem Schnee, in hohem Grass, in den Sümpfen, auf felsigem Gelände oder schwimmend nahe dem Gefrierpunkt. Wie auch immer, er ist ein sehr effizienter Jagdhund. Die Ost Siberian Laika ist ein guter Schlittenhund. Auch auf Wandertouren ist sie ein guter Begleiter, wenn sein Jagdwunsch nicht als Belästigung/Ärgernis angesehen wird. Auf Wanderungen, beim Camping oder in der Nähe des Hofes ist die Präsenz einer Ost Siberian Laika sehr hilfreich, weil dieser Hund aggressiv vor gefährliche Raubtiere beschützt und diese verbellt, wie zum Beispiel den Berglöwen und den Bär. Dieser Hund wird ein störendes Raubtier mit Drohgebärden bedrängen um sich selbst zu verteidigen und es auf den Baum jagen oder vertreiben.
Die Ost Siberian Laika ist nicht geeignet in einer Stadt zu leben, es sei denn, es wird ihr häufig gewährt an einem sicheren Platz frei zu rennen. Wird sie regelmässig frei trainiert, ist sie in guter körperlicher Verfassung, selbst wenn sie im Haus, eingesperrt oder angekettet lebt.

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